Nix Popkomm 2009

Nix Popkomm 2009

20.06.09 Wenn das Business protestiert

von Jörn Goetze  3 Kommentare

 

Dieses Jahr gibt es keine Popkomm.

Angesichts der anhaltend schwierigen Branchenlage hat die Popkomm GmbH in Abstimmung mit dem Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) und dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) beschlossen, die Branchenplattform Popkomm für ein Jahr auszusetzen.

Und wer ist mal wieder dran schuld? Die Raubkopierer. Mit dem Ausfall der diesjährigen Tonträgermesse will man gegen die kriminellen Saugerbanden protestieren und die Politik auffordern, endlich dagegen vorzugehen. Netzsperre ich hör dir rufen.

"Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die Politik nun endlich handeln muss, um den Diebstahl geistigen Eigentums im Netz zu stoppen", so Dieter "devil" Gorny gegenüber der dpa.

Nächstes Jahr soll die Popkomm mit einen neuen Konzept wieder über die Bühne gehen. Dann trifft man sich wohl auf dem Friedhof um die alte Tante Musikindustrie endgültig zu begraben.

www.popkomm.de


 

Ohne Angeben von Gründen verabschieden sich Felix Miller, Richard Jones und Martin Stiksel vom beliebten Musikdienst. Warum sie das Handtuch werfen, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht lag es an den Anschuldigungen von TechCrunch hinsichtlich der Weitergabe von Userdaten an die RIAA. Vielleicht war der Rücktritt wie Music Alley behauptet bereits 2007 mit der CBS vereinbahrt worden. Ein neuer Chef wurde bisher noch nicht benannt.

Abschiedsbrief

via turi2


Bandologie – wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt
 

Über die gitarren-blog Serie Ein Insider packt aus! Hinführung zum Musik-Business in 7 Schritten bin ich auf die Website Bandologie gestossen. Die Seite wird von dem Ex-BMG Produkmanager Nils Kolonko betrieben und richtet sich an Musiker, die erfolgreich durchstarten wollen.

Dafür hat Kolonko ein Buch mit dem Titel „Bandologie – wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt“ geschrieben. Für Neugierige hat der Autor 5 kostenlose EBooks und 5 kostenlose MP3s zu den Themen Selbstvermarktung, Erfolg, Plattenlabels und Live-Gigs zur Verfügung gestellt. Neben einer ansehnlichen Linkliste können Musiker auch einen kostenlosen Podcast (speziell für Musiker) beziehen.

Im folgenden Video erklärt Kolonko worum es sich bei bandologie handelt.

Ausserdem bietet Kolonko eine persönliche Beratung für Bands an. Ob bessere Promotion- und Marketing, Beratung und Hilfestellungen beim Schreiben von Pressetexten und Erstellen einer Pressemappe oder Verbesserung der Bühnenshow & Live-Performance – für 45 Euro/ Stunde gibt der Berliner hoffentlich die richtigen Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Musikerdasein.

www.bandologie.com


File-Sharing-Bashing ist keine Lösung

File-Sharing-Bashing ist keine Lösung

04.06.09 Wissenschaftliche Überlegungen zur File-Sharing Thematik

von Jörn Goetze  kommentieren

 

Es gibt viele wissenschaftliche Studien, die den Zusammenhang zwischen File-Sharing und Tonträgerabsatz/-umsatz untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien sind sehr unterschiedlich und reichen von File-Sharing ist die Hauptursache für den rückläufigen Tonträgerabsatz bis hin zu zwischen File-Sharing und Tonträgerverkauf gibt es keinen Zusammenhang. Einige Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass File-Sharing letztendlich den Musikverkauf positiv beeinflusst.

Prof. Peter Tschmuck hat in der Serie Wie böse ist File-Sharing? einige dieser Studien beleuchtet und kritisch hinterfragt. Im Teil 18 gibt er nun eine Zusammenfassung seiner Arbeit und versucht "durch eine Typologisierung der einzelnen Ansätze Ordnung ins methodische Chaos zu bringen und ein Erfolg versprechendes Forschungsdesign zur Diskussion stellen".
Er selbst kommt zu dem Schluss, dass File-Sharing-Bashing keine zielführende Strategie ist.

"Will man in Zukunft zu den Gewinnern zählen, so muss man sich von traditionellen Geschäftsmodellen verabschieden und die neuen Erlöspotenziale für sich nutzbar machen. Der Kampf gegen Musiktauschbörsen ist dabei sicherlich nicht der zielführende Weg. Man sollte sich vielmehr überlegen, wie diese neue Form der Musiknutzung wirtschaftlich nutzbar zu machen ist, womit wir bei der Diskussion um Musik-Flatraten und neue Urheberrechtsformen wären".

Bleibt nur zu hoffen, dass sich diese wissenschaftliche Einsicht langsam aber sicher durchsetzt und die Kriminalisierung der verteufelten Raubkopierer endlich ein Ende findet. Doch bis dahin muss wohl noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

http://musikforschung.wordpress.com


 

Wer noch nicht über Johnny Häuslers Beitrag Wir werden niemals für Musik bezahlen gestolpert ist, dem möchte ich die lesenswerte Lektüre wärmstens an Herz legen.

"Ich bezahle Geld dafür, jederzeit beinahe jede Musik der Welt zu hören (solange ich Netz habe), um meinen Musikgeschmack anderen mitzuteilen oder um meine Lieblingssongs auf kürzestem Wege Freunden zukommen zu lassen. Dafür gebe ich Geld aus. Aber nicht für die Musik selbst. Weder gestern noch heute noch morgen."


musikarena 2009

musikarena 2009

02.06.09 Open Air Festival und Musikmesse in Berlin

von Jörn Goetze  kommentieren

 

Am 6. und 7. Juni dreht sich auf dem Gelände des Funkhauses Berlin alles um Musik. Ob Open-Air-Festival oder publikumsoffene Musikmesse, die musikarena will sich mit ihrem zweitätigen Event als attraktive Bühne für Nachwuchskünstler und Informationsplattform für Musikinteressierte etablieren. Dabei haben die Organisatoren ein anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt.

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In Sachen Einkommensmöglichkeiten für Musiker hat sich nun auch Brian Eno zu Wort gemeldet. Zukunft haben ihm zu Folge nur Musiker, die Live spielen und auf limitierte LPs mit aufwendig gestalteten Artwork setzen. Dabei sollten diese Kunstwerke schwer oder am besten gar nicht kopierbar sein.

Besonders interessant ist dieser Gedanke.

"People who won’t pay £15 for a CD will pay £150 for the limited edition version with additional artwork, photos, booklet and DVDs. They often already own the music, downloaded—but now they want the art."

Ob diese Rechnung wirklich aufgeht wird sich zeigen.

via netzwertig.


So funktioniert also das Musikbusiness

So funktioniert also das Musikbusiness

26.05.09 Die simpleshow erklärt es

von Jörn Goetze  kommentieren

 

Die Macher von simpleshow.de versuchen durch kurze Videos komplexe Sachverhalte zu erklären. Also eine Art Die Sendung mit der Maus für Erwachsene. Im folgeneden Video widmet man sich dem Musikbusiness. Natürlich ist der Musiker bei der GEMA angemeldet, was das Ganze ein wenig Altbacken erscheinen lässt.

Aber schauen sie selbst, wie das Musikbusiness funktioniert.

via musikblog


 

Tim Renner wird heute offiziell zum Professor an der Popakademie Baden-Würtemberg ernannt. Der einstige Journalist und Mitbegründer von motor.de ist bereits als Dozent in Mannheim tätig und will im Studiengang Musikbusiness den zukünftigen Musikmanagern mit seinem Know How auf die Sprünge helfen.

www.popakademie.de


 

Concert Online will in Kooperation mit Silentway Management den britischen Markt aufmischen. Die Musikmanager der Insel unterstützen das deutsche Start Up ab sofort bei der Akquise internationaler Künstler.
Außerdem vertreibt man ab sofort auch Livemittschnitte von Universal Künstlern wie Rhianna, Tokyo Hotel oder Nelly Furtado über den eigenen Webshop.

via deutsche startups