Autor

Jörn Goetze

Tim Renner: Der berechenbare Pop

08.02.10  kommentieren

Tim Renner kritisiert in seinem Artikel Der berechenbare Pop die deutsche Musikindustrie und deren Aushängeschilder Popkomm und Echo.

"In Deutschland ringt man in der Musikwirtschaft nicht um Positionen sondern sucht nach Strukturen und Zahlen. Es sind Strukturen mit denen sich das Geschäft der Labels auf den Messen darstellen lässt, Zahlen, die belegen weshalb der eine nun einen Preis bekommt und der andere nicht."

Tim Renner: Der berechenbare Pop | motorblog

Buch: Leonard Leeb – Der Wert künstlerischer Arbeit

08.02.10  kommentieren

Leonhard Leeb
Der Wert künstlerischer Arbeit Urheberrecht, Rechtewahrnehmung und Administration durch Verwertungsgesellschaften

facultas. wuv 2009
ca. 280 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-7089-0388-0
ca. EUR 36,–

Das Buch beschreibt, wie die Verwertungsverankerung des einzelnen Werkes (einer Komposition) im Bereich des kollektiven Verwertungssystems durch den Aufbau einer Administrationsstruktur am effizientesten (Zeit- und Administrativaufwand) erfolgen kann und welche Voraussetzungen dabei zur Kontrolle der Erfüllung der Tantiemenansprüche bei den VGs strategisch gegeben sein müssen. Zweck des Buches ist, den einzelnem Rechteinhaber wie u.a. Komponisten und Interpreten ein Handwerkzeug in die Hand zu geben, um Erlöse aus den Verwertungen ihrer künstlerischen Inhalte, die von den Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden, zu erzielen.

MMag. Dr. Leonhard Leeb lehrt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien „Musikmanagement“. Rege Vortragstätigkeit über Musikmanagement, Talentförderung und Künstlerentwicklung an Weiterbildungsinstitutionen und Musikuniversitäten.

Eine ausführliche Rezension zu diesem Buch gibt es bei Musikwirtschaftsforschung.

EMI faktisch pleite – Warner Music in roten Zahlen

05.02.10  kommentieren

Mit der Übernahme der britischen EMI im Jahre 2007 hat der Finanzinvestor Terra-Firma scheinbar die Katze im Sack gekauft. 100 Mio. Pfund muss Terra Firma nach Medienangaben erneut in das Major Label investieren. Falls nicht, dann wird die EMI wohl bald in die Hände der Gläubigerbank Citigroup fallen.

Handelsblatt: EMI warnt vor Zahlungsproblemen

Der US- Musikkonzern Warner Music steckt ebenfalls tief in den roten Zahlen. Zwar laufe das Musikverlagsgeschäft gut, aber aufgrund des anhaltenden Rückgang der CD-Verkäufe und der Wirtschaftskrise in den USA häufen sich die Verluste.

Handelsblatt: Warner Music tief in den roten Zahlen

dos & donts für Facebook

05.02.10  kommentieren

Hatten wir im Januar auf die delamar Step by Step – Anleitung für Facebook hingewiesen, so wollen wir heute auf die dos and donts der Musikerin Laurie Marie aufmerksam machen. Facebook ist nicht myspace und daher gelten für Musiker und Bands auch einige andere vernetzende Verhaltensweisen.

Attention Bands: Welcome To Facebook, This Is Not Myspace!

Reyn Ouwehand Live at The Church

04.02.10  kommentieren

Die musikalische Karierre des niederländischen Produzenten, Komponisten und Multi-Instrumentalisten Reyn Ouwehand beginnt im Alter von 15 Jahren. Für die englische Spielbude System3 komponiert er einige Sounds für deren Videospiele, die auf Commodore 64 und Amiga laufen.

Mit 21 gründet er ein eigenes Studio namens Prevue Productions. Er arbeitet als Produzent für diverse Musiker und Bands (HIM, Stephan Eicher), komponiert den kompletten Soundtrack für das Kinderbuch "Woezel & Pip" und remixed Tracks von Björk. Seit 2009 erfüllt sich Ouwehand seinen Traum. Ein Studio in einer Kirche. Dieses heilige Gemäuer wird nun nach und nach mit einer Kollektion obskurer Keyboards, analogen Sythesiern, Drumkits, Gitarren und Kinderklavieren bestückt. Und wie sollte es auch anders sein, will Ouwehand auch eine eigene Kirchenorgel.

Hier nun zwei eindrucksvolle Solo Performances von ihm in seinem Kirchenstudio.

(…)

The Death of MySpace (2003-2010)

29.01.10  kommentieren

Zum Wochenausklang gibt es ein witziges Video zum Tode von myspace. Für Musiker mag myspace noch ein sinnvolles tool sein, aber für den Rest ist es seit langen schon Schnee von gestern bzw. wurde die einstige Goldgrube von Rupert Murdoch von Facebook überholt. So ruhe in Frieden lieber Tom und Film ab.


[Direktlink]

via twitter @tanith

Wie man ein Entertainmentsklave wird

29.01.10  3 Kommentare

Man mag von Castingsshows wie DSDS oder Popstars & Co. halten was man will.
Freakshow, große Abendbespassung, Karneval der Verblödung oder Karrieresprungbrett für Talente, die Meinungen darüber mögen unterschiedlich sein – das Kalkül der Produzenten ist dagegen knallhart, wie die Castingvereinbarung (pdf) für den im Sommer auf VOX und RTL anlaufenden "The X-Factor" beweist.

Die versprochene “Karierre im Musikbusiness” wird nur dann "gewährleistet", wenn die Teilnehmer jegliche Rechte abtreten und bereit sind sich als Entertainmentsklaven dem Diktat der Quotenjunks bedingungslos zu unterwerfen. Die Anwälte der als Produzent agierenden Grundy Light Entertainment GmbH haben jedenfalls gute Arbeit geleistet und ein perfekten Knebelvertrag aufgesetzt. Aber vorher wird dem Teilnehmer noch einmal ordentlich Honig ums Maul geschmiert, wobei man eventuell schnell in Versuchung gerät die einzelnen Punkte einfach zu überspringen und gleich zu unterschreiben.

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Matthias Spielkamp’s offener Brief an die Musikindustrie

28.01.10  kommentieren

Nachdem sich der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) vor einigen Tagen mit einem Positionspapier gegen die Kulturflatrate aussprach, wendet sich nun der Journalist, Blogger und Gründer von iRights.info Matthias Spielkamp mit einem offenen Brief an den Geschäftsführer des Verbandes Michael Michalk.

Dass die Lobbyverbände der Musikindustrie bei Zahlen bezüglich illegaler Downloads und den angeblichen Schaden für die Rechteverwerter schummeln hat bereits Ars Technica in seinen Beitrag 750,000 lost jobs? The dodgy digits behind the war on piracy eindrucksvoll belegt.

Spielkamp hingegen befasst sich mit der Begründung der dritten These des Positionspapier. Diese besagt: Die Kulturflatrate führt zu einer unverhältnismäßig hohen Belastung aller Konsumenten und benachteiligt sozial Schwache. Der deutsche Lobbyverband bedient sich laut Spielkamp eines Tricks, um den Leuten vorzugaukeln, die gefürchtete Kulturflatrate wäre ein teures Vergnügen und die Musikindustrie trete lediglich für das soziale Wohl Aller ein. So stellt der BVMI fest:

Die Kulturflatrate führt zu einer unverhältnismäßig hohen Belastung aller Konsumenten und benachteiligt sozial Schwache. Mit fortschreitender Digitalisierung und zunehmendem Ausbau der Bandbreiten sind immer mehr Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft vom unrechtmäßigen Gebrauch ihrer Produkte betroffen. Eine Kulturflatrate müsste mittelfristig nicht nur Musik, Filme oder Bücher erfassen, sondern würde alle Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft betreffen. Nach Schätzungen der Bundesjustizministerin kämen auf jeden Verbraucher mit Internetanschluss zusätzliche Kosten in Höhe von 50 Euro pro Monat zu. Gerade sozial Schwache können sich das nicht leisten.

Spielkamp kommentiert diese Begründung…

Schätzungen der Bundesjustizministerin? Das ist interessant. Können Sie mir dafür eine Quelle nennen? Sie meinen doch hoffentlich nicht die Interviews, in denen die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sagte, dass die Kosten für jeden Einzelnen bei fünfzig Euro im Monat liegen könnten, oder? Weil, wenn Sie das meinen, dann muss ich Ihnen leider sagen, dass da ein Missverständnis vorliegt.

… und kommt zu folgenden Fazit.

Ich gehe (weiterhin) davon aus, dass alles, was von dieser Industrie kommt, als falsch betrachtet werden muss, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Zeit Online: Illegale Downloads und fragwürdige Zahlen – ein offener Brief an die Musikindustrie

Coverband dank tunecore im Geldrausch

27.01.10  kommentieren

Eine Coverband namens AC/db (wen die wohl covern?) spielte bei iTunes im letzten November 32.000 Dollar ein. Dieser Erfolg ist zu grossen Teilen dem amerikanischen Musikerdienst tunecore zu verdanken.

Basic Thinking: TuneCore: Unbekannte Cover-Band sahnt 32.000 Dollar bei iTunes ab

Silicon Alley Insider: How Bands You’ve Never Heard Of Are Making Tons Of Money On iTunes*”

AC/DC schrammeln kompletten Soundtrack zu "Iron 2"

27.01.10  kommentieren

15 Tracks der australischen Metal Band AC/DC werden den Zuschauern des neuen Marvel Blockbusters "Iron 2" auf die Ohren gedrückt. Das entspricht den kompletten Soundtrack. Am 6. Mai kommt der Film in die Kinos. Den Soundtrack "AC/DC: Iron 2" steht ab 23. April in den Läden.

nerdcore: AC/DCs „Shoot to Thrill“-Video feat. Iron Man 2
laut: Blockbuster: AC/DC rocken für “Iron Man 2″