06.07.08 ⋅ 6 Kommentare
Der Autritt von Paul Potts, der vor Rund einem Jahr in der britischen Castingshow “Britain’s Got Talent” für Furore sorgte ist von der Telekom in einem Werbespot aufgegriffen worden. …
19.05.08 ⋅ kommentieren
Bei der Deutschlandfunk-Sendung Corso gab es kürzlich einen Beitrag zu der gegründeten Dachorganisation Merlin.
Merlin ist ein Zusammenschluss von 12.000 Indie-Labels, welche durch den Zusammenschluss eine größere Marktmacht erreichen wollen und so den Majors entgegentreten können.
“Merlin ist die erste Lizenzagentur für weltweites Independentrepertoire (mit einem 80%igen Anteil der Neuveröffentlichungen weltweit und einem Marktanteil von 30%*).” liest sich auf VUT zur Gründung.
Und weiter: “Merlin wird ab sofort unter der Rechtsform Company limited by guarantee (CLG) agieren. Beim Gründungsprozess – betreut von KPMG - wurde sichergestellt, dass Merlins Zusammensetzung und Organisationsstruktur die gesetzten Ansprüche erfüllt, eine kommerzielle Non-Profit-Organisation zu sein, die im Besitz ihrer Mitglieder, transparent in ihren Operationen und kosteneffektiv ist.”
Ganz spannend zu hören:
Etwas stutzig macht mich, dass ich trotz des langen bestehenden Zusammenschlusses und großen Plänen mit myspace keine eigene Website finden konnte.
Da Merlin sich selbst “als OneStop-Lizenzgeber gerade auch für das Web 2.0″ sieht, würde mich sehr interessieren wie die Abläufe sind.
Auf der (PopUp soll es dazu etwas Infos geben. Mal schauen ob wir jemanden abgreifen können.
Vielleicht bin ich etwas zu betriebsblind. Findet jemand anderes einen Link zu der entsprechenden Seite?
Mehr Informationen:
via meinem Nachbarn
15.05.08 ⋅ kommentieren
Jetzt die Full Version “Musik im Netz” von der re:publika bei Hobnox. Spannend.
…13.05.08 ⋅ Ein Kommentar
Seit Tagen geht mir dieser bereits erwähnte Artikel “Völker hört die Signale” von Tim Renner druch den Kopf:
“Musiker sind im Internet in der Mitte des 18. Jahrhunderts angekommen.” …
11.05.08 ⋅ kommentieren
Habe grade einen interessanten Post zum Thema Kulturflatrate auf dem Bootsektor gefunden, der an mir vorübergegangen ist.
Es geht um ein Interview im Wired Magazine mit Doug Morris, dem CEO des großen Musikkonzerns Universal Music Group, in dem sich selbiger die Blöße gab.
Auf die Frage hin, warum der Konzern ein Geschäftsmodell wir iTunes nicht selbst in die Hand nimmt antwortet er:
“Wir haben niemand in der Firma, der sich mit Technik auskennt. Das wird von der Presse ständig verkannt. Es ist ungefähr so, also würde jemand von Ihnen verlangen, Ihrem Hund eine Niere heraus zu operieren. Was würden Sie tun?”
Da bleibt bei mir die Spucke weg.
Weiter stellte Mr. Morris einen hinkenden Vergeleich auf:
“Wenn Coca Cola einfach so aus deinem Wasserhahn sprudeln würde, wieviel würdest du dann noch für Coca Cola bezahlen wollen?”
Darauf schrieb Neal Masri aus Richmond, Virginia einen Leserbrief (Wired, Ausgabe März 08, Seite 30) und kontert:
“Tja, Mr. Morris, was meinen Sie, was aus meinem Wasserhahn kommt? Wasser. Aber warum melden dann Hersteller von Flaschenwasser stetige Rekordumsätze? Weil sie dem allgemein verfügbaren Produkt einen Mehrwert hinzufügen und so dem Konsumenten etwas anbieten, das dieser kaufen möchte”.
Ich denke das trifft das ganze auf den Kopf.
Zum Thema:
11.05.08 ⋅ kommentieren
Cat Power - New York
Victor Wooten - Norwegian Wood
Mark Knopfler - Brothers in Arms
04.05.08 ⋅ 2 Kommentare
Frontal 21 - Musikindustrie gegen Filesharer
Schmarotzertum 2.0
Spiegel TV - Abmahnwahn
…03.05.08 ⋅ Ein Kommentar
Seit Veröffentlichung des offenen Briefes der Musikindustrie an die Kanzlerin gibt es im Netz viel Bewegung und Stellungsnahmen im Netz.
Der vorläufige Showdown findet mit Hilfe der Kommentarfunktion des Beck Blogs statt.
Ausschlaggebend ist der Artikel “Worüber ich mich ärgere: Der offene Brief der Musikindustrie” von Prof. Dr. Thomas Hoeren, ein bekannter deutscher IT-Rechtler.
Gegenspieler ist Stefan Michalk, der Geschäftsführer des Bundesverbands der Musikindustrie.
…02.05.08 ⋅ kommentieren
Angela Merkel hat in Ihrem Podcast auf den offenen Brief der Musikindustrie geantwortet und verspricht sich dem Thema anzunehmen.
Ich glaube persönlich, dass die Bundesregierung sich mit diesem Schritt nicht mit Ruhm bekleckern wird.
Was, wenn die Bundesregierung in diesen kulturellen und wirtschaftlichen Prozess eingreift? Na klar, als nächstes gibt es den offenen Brief der Pornoindustrie zum Schutz des geistigen Eigentums.
Frau Merkel spricht davon, “dass wir eine gesellschaftliche Diskussion brauchen, die deutlich macht: Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt.”
Eine gesellschaftliche Diskussion stelle ich mir eher mit einem offenen Ende vor und mit der Bereitschaft mehrere Standpunkte zuzulassen und Kompromisse einzugehen.
Vordergründig geht es in dieser Diskussion um Worte wie “Diebstahl”, “Raubkopie”, “Delikte”. Wenn man aber in die Tiefe der Problematik eintaucht gibt es weit mehr dringendere gesellschaftliche Fragen als die, ob eine Industrie benachteiligt ist die zuvor mit ihren eigenen Gesetzen nicht immer positives bewirkt hat.
Und wir verwechseln da was. br> Wie viele wirkliche begnadete Musiker habe ich in meinem Leben kennengelernt die nie eine Chance hätten von einem Major Label gefördert zu werden. Sie machen ihre Kunst, sind vielleicht arm, oder haben einen Job und leben an sich ein zufriedenes Leben.
Wie viele der geschaffenen Stars haben große Probleme und werden dem hohem Druck nicht Gerecht? - Man denke an Michael Jackson, Kurt Cobain, Miss Blackout Marketing Spears.
Ist das noch authentische Musik, wenn die Musikindustrie Opis wie Led Zeppelin oder Guns´n´Roses aus dem Grabe holt und überteuerte Konzertreihen puscht? br>Unterhaltung ja, auf jeden Fall. Aber keine Förderung neuer Impulse.
Die, denen ich eine bedeutende Tiefe hier in Deutschland zutrauen würde, verdienen ihr Geld mit anderen Dingen.
Helge Schneider etwa macht Comedy, so auch Stefan Raab. Musiker wie etwa Hinrich Franck von der Franck Band geben Musikunterricht und machen ihre unverstellte Musik eher als Hobby und spielen in Jugendzentren. Menschen wie Klaus der Geiger spielen auf der Straße und verdienen so ihr Geld.
Eine wirklich kulturelle Verantwortung sehe ich seitens der Bundesregierung nicht. Jetzt wird sich aber (mal wieder) einer Lobby gebeugt. Wir haben nicht mal eine Pflichtquote für die Radiosender für deutschsprachige Musik, wie etwa die Franzosen. Nein, Musik zum Ausdruck unserer Kultur ist nicht gewünscht. Wir tun es lieber der Musikindustrie recht und wollen im Sinne der Einschaltquoten den nächsten Hit (DSDS) produziert sehen. Dabei sind die Taktiken denen einer Gladiatorenarena gleich. Brot und Spiele.
Warum können nicht leerstehende Gebäude zu Proberaumzentren mit günstigen Mieten umfunktioniert werden? Warum nicht wirklich Kultur und Talente fördern?
Hier in Leipzig bekommt die Freie Kulturszene (und damit unsere Kinder und Jugendlichen) 1,8% vom Leipziger Kulturetat, der Rest wandert in die Prestigeträchtigen Anstalten die es eigentlich nicht nötig haben.
Aber es zeichnet sich in der jungen Generation eine neue Einstellung ab. Die Zukunft gehört nicht mehr den Superhits und Kassenschlagern. Das ist das beruhigende daran. Ich kann in der heutigen Zeit jungen Musikern nur empfehlen sich selbst zu organisieren und Kunst nicht als Quelle des Lebensunterhaltes zu sehen.
Vielleicht gibt es in Zukunft auch andere Modelle? Etwa wäre es denkbar, dass die freie Wirtschaft verstärkt in die Künstlerförderung geht. (Vielleicht auch Sponsoring von Proberäumen?)
Frau Merkel wird gut daran tun junge Künstler zu unterstützen und Kultur zu fördern und sich nicht einer selbstsüchtigen Lobby zu unterwerfen. Letztlich würde das auch mehr Wählerstimmen bringen …