Music Business
MySpace kauft iLike
20.08.09 Neue Wege im Kampf gegen Facebook
MySpace gelingt ein erster Schlag gegen Facebook. Das Unternehmen, welches zu Rupert Murdochs News Corp. gehört, gab nun offiziell bekannt, dass es iLike übernehmen wird. Für geschätzte 20 Millionen US-Dollar (rund 14 Mio. Euro) dürfte man dem ärgsten Konkurrenten einen gehörigen Schrecken eingejagt haben. Zugegeben: Der Deal kommt nicht gerade überraschend, berichten doch schon verschiedene Quellen die ganze Woche über die Verhandlungen. Allerdings war iLike bislang zentrales Merkmal der musikalischen Sparte von Facebook.
iLike’s Facebook Applikation beendete vor fast einem Jahr vorerst die Diskussion darüber, was die Antwort auf MySpace Music sein werde. Angeblich 50 Mio. Nutzer sollen das Tool verwenden, um neue Musik über die Geschmäcker ihrer Freunde zu entdecken. MySpace blickt derzeit in eine ungewisse Zukunft. Das Portal verliert stetig User an den viel größeren Konkurrenten Facebook. Viele Profile liegen brach, obwohl das Unternehmen versuchte, auf verschiedenste Art und Weise das Interesse der Nutzer zu halten – so lancierte man beispielsweise verschiedene Web Shows (in Deutschland holte man dazu extra Markus Kafka).
Mit der Akquisition von iLike erwirbt MySpace nun ein junges Team, dass sich ganz dem Thema Social Music verschrieben hat. Dies wird schon bald auf fruchtbaren Boden stoßen, entwickelt die Firma um CEO Ali Partovi schon aktiv neue iPhone Apps. Außerdem profitieren Künstler von der Schnelligkeit der Empfehlungen und können Fans sehr einfach, aber effektiv über Neues informieren.
Dabei möchte MySpace gar nicht sein Musik-Konzept über den Haufen werfen. “What the iLike team has done with music is applicable to all of the areas that are important to MySpace users today such as entertainment, video, and games. Because we view the opportunities of this acquisition beyond the music category, MySpace Inc. will be making this acquisition separate and apart from MySpace Music.”, erklärt CEO Owen Van Natta. iLike soll zudem vorerst unverändert bleiben, die Applikation auf Facebook soll weiterhin bestehen.
Dahingegen muss sich Facebook etwas Neues einfallen lassen. Die Plattform gibt sich nach außen zwar offen, wird wohl aber kaum seinen schärfsten Konkurrenten im eigenen Haus lassen. Bis iLike von Facebook verschwindet muss jedoch eine neue Strategie her.
via crave



















Folgt man dem Verhandlungsprofi Friedhelm Wachs, dann ist der Deal überteuert und die Good will Prämie einzig dem Ziel geschuldet, Facebook eins auszuwischen
[...] berichten wir, dass iLike von MySpace übernommen wurde und sich Facebook einen neuen Musikpartner suchen muss, da schneit eine interessante Neuigkeit [...]
[...] – etwa Konzert- und Tour-Daten per E-Mail. Im August 2009 ging der Anbieter dank des Erfolgs für geschätzte 20 Mio. US-Dollar an [...]