Könnte Pirate Bay Deal platzen?

Könnte Pirate Bay Deal platzen?

30.07.09 Zu teuer für schwedisches Unternehmen

von Thomas Wagenknecht  Ein Kommentar

 

Vor kurzem sorgte das schwedische Software-Unternehmen Global Gaming Factory X (GGF) für Furore, als man bekannt gab, The Pirate Bay übernehmen zu wollen. Grundvoraussetzung des Ganzen war, die bislang illegale Tauschbörse in einen rechtlich sicheren Hafen zu fahren. Plattenlabels und Filmstudios sollten an den Umsätzen beteiligt werden. Doch nun scheint der Deal zu platzen, nachdem der Chefunterhändler das Projekt verlässt, weil er “starke Zweifel” an der Übernahme hat.

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Mobile Streaming für alle, ohne Download

Mobile Streaming für alle, ohne Download

29.07.09 Orange UK launcht ungewöhnlichen Service

von Thomas Wagenknecht  kommentieren

 

Mobiles Internet soll die Zukunft sein? Pustekuchen. Neue Musik und Handys lassen sich auch anders vereinen. Orange UK, eine Tochter der France Télécom, lanciert heute zusammen mit Universal seinen Mobile Unlimited Streaming Dienst “Monkey”. Während Nokia mit Comes With Music auf Download und Spotify auf Streaming setzt, geht Monkey ganz andere Wege. Die junge Zielgruppe soll an ihre Musik schlichtweg per Anruf kommen. Ob das klappen kann?

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UPDATE — Spotify’s iPhone App: Der Killer?

UPDATE — Spotify’s iPhone App: Der Killer?

28.07.09 Musikstreaming auch für offline

von Thomas Wagenknecht  4 Kommentare

 

Bislang gibt es bereits einige iPhone Applikationen, denen der geneigte Nutzer Musik via Streaming entlocken kann. Wer unterwegs dann aber außerhalb des Empfangsbereiches gerät oder gar nicht erst das mobile Internet nutzen will, steht ohne etwa da. Der schwedische Streamingdienst Spotify bringt nun eine App auf den Markt, die nicht nur dieses Problem lösen könnte. Vielmehr wird sie als iPhone Killer gehandelt, weil sie eben nicht nur Streaming, sondern auch den unkomplizierten Download eines Titels ermöglicht. Ob das die Jungs aus Cupertino aber zulassen, ist fraglich.

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Trekstor insolvent

Trekstor insolvent

27.07.09 Rettung soll möglich sein

von Thomas Wagenknecht  kommentieren

 

Trekstor, ein Hersteller und Händler für tragbare Abspiel- und USB-Geräte, hat beim Gericht in Darmstadt Insolvenz angemeldet. Den Geschäftsbetrieb soll nun ein Insolvenzverwalter fortführen. Die Zeichen für eine Rettung des in Schieflage geratenen Unternehmens stehen aber gut.

Ziel der Sanierungsbemühungen ist, die Arbeitsplätze zu sichern und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Bemerkenswert für die Branche ist die Tatsache, dass das Unternehmen seine Produkte zum größten Teil am Sitz des Unternehmens in Lorsch fertigt. Ein Großteil der 120 Mitarbeiter wird in Deutschland beschäftigt, weitere Standorte befinden sich in Großbritannien und Italien. Auf eine Verlagerung der Produktion ins Ausland wurde in der Vergangenheit im Hinblick auf die Qualität der Produkte und der Unterstützung der Region konsequent verzichtet, heißt es in einer Presseerklärung.

Der vorläufige Insolvenzverwalter ist aufgrund der vorgefundenen Voraussetzungen optimistisch. Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner betont aber: „Ein tragfähiges Sanierungskonzept bedarf der Unterstützung aller Beteiligten – insbesondere der Kunden und der Lieferanten“. Mit der Hausbank des Unternehmens sei schon Kontakt aufgenommen wurden, die Zeichen stünden gut.

Geschäftsführer Daniel Szmigiel hatte Trekstor 2001 in Hessen gegründet und es bis 2006 auf einen Umsatz von über 200 Millionen Euro gebracht. Aufsehen erregte eine unglückliche Namensgebung: Ein schwarzer MP3-Player aus der i.Beat-Reihe wurde in einer Pressemeldung als i.Beat blaxx angekündigt, was so ausgesprochen wird wie „I beat blacks“ (Ich schlage Schwarze). Nachdem der Fehler in den Blogs die Runde drehte, wurde der Name geändert.

via Trekstor, Wikipedia


 

Delsin Records, das holländische Vorzeigelabel in Sachen elektronischer Musik launchte vor kurzem einen eigenen MP3 Shop. Alle Veröffentlichungen gibt es dort als MP3 und WAVE Datei. Auf Vinyl und CD muss der geneigte Hörer aber weiterhin nicht verzichten, denn auch diese Formate werden angeboten.
Wir gratulieren zur Shoperöffnung und wünschen viel Erfolg.

www.delsinrecords.com

via DE:BUG


Kazaa: Jetzt legal und dank DRM unattraktiv

Kazaa: Jetzt legal und dank DRM unattraktiv

20.07.09 Die Zukunft sieht hoffentlich anders aus

von Jörn Goetze  kommentieren

 

Wenn man sich das Vorgehen der Plattenindustrie hinsichtlich der P2P Tauschbörsen anschaut, dann kann einem schon schlecht werden.
Erst werden sie durch Klagen und astronomische Strafzahlungen dichtgemacht und einige Zeit später tauchen eben jene als legale Musikdienste wieder auf und sollen als sprudelnde Geldquellen funktionieren. Nach Napster trifft dies nun auch auf Kazaa zu.

Die Tauschbörse wurde 2006 juristisch in die Knie gezwungen und geschlossen. Wer weiterhin Musik kostenlos beziehen wollte zog weiter.
Nun, drei Jahre später soll Kazaa als legaler Musikdienst mit einem unattraktiven Abomodell in den USA an den Start gehen. Unattraktiv, weil die insgesamt 1 mill. Songs (vorrangig aus den vier Major Katalogen) mit der kundenunfreundlichen DRM-Beschränkung behaftet sind.

Die Songs können zwar beliebig oft runtergeladen, aber nur auf maximal 3 PCs genutzt werden. Somit können die Abonnenten die Songs nicht auf ihre mobilen Player rüberschieben. Nächster Wehrmutstropfen: Wer das Abo kündigt, der kann die Songs dank DRM auch nicht mehr abspielen. Für dieses Angebot soll der Nutzer übrigens 20$ monatlich berappen. Dafür gibt es natürlich reichlich Klingeltöne.

Dieses Abomodell wird hoffentlich keine Zukunft haben, denn es ist wie ein Kommentator bei heise feststellt ein "Knebel-Portal mit einem schlechten Geschäftsmodell".

via heise & gulli


 

Beim elektrischen Reporter kann man sich ein 8 minutiges Interview mit Thomas Hoeren zum Thema Urheberrecht/Rechteverwertung anschauen bzw. anhören.

"Thomas Hoeren ist Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf, hat den Lehrstuhl für Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universtät Münster inne und ist außerdem Mitglied in etlichen internationalen Gremien und Fachausschüssen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört das Urheberrecht in einer sich wandelnden Gesellschaft."

Elektrischer Reporter – Thomas Hoeren: "Der Kampfbegriff Geistiges Eigentum ist falsch."

via netzpolitik


Bandcoaching vs. Schreiberling

Bandcoaching vs. Schreiberling

17.07.09 Wenn man über eine fragwürdige Quelle stolpert

von Jörn Goetze  8 Kommentare

 

Kurzer Exkurs

Aufmerksame Leser unseres Blogs werden die erbauliche Diskussion, zwischen uns und dem Buchautor und Bandcoach Nils Kolonko aufgrund meines Beitrags Der Musiker als Unternehmer in den Kommentaren verfolgt haben. Mir wurde vorgeworfen falsche Zusammenfassungen in die Welt zu posaunen. Das ist berechtigt und ich stehe zu meiner Schreibe, auch wenn sich eventuell einige Leute dadurch angepisst fühlen.

Zum eigentlichen Thema

Ich habe mir in den letzten beiden Tagen die Mühe gemacht, das Hörbuch Bandologie – wie man als Musiker seine Band zum Erfolg führt einzuverleiben.
Nils Kolonkos Einführung wollte ich beinahe schon überspringen, um gleich zum Hauptteil (Kapitel 4 und 5) zu switchen. Doch ich habe mir gedacht, entweder hörst du dir das komplett an oder gar nicht. Also folgte ich dem Kapitel Grundlegende Fragen des erfolgsuchenden Musikers, in dem die beiden Punkte Was ist ein Rockstar? und Wieviel Geld kann ich verdienen? von Kolonko besprochen werden.

Soweit so gut und meinerseits keine Beanstandung. Dummerweise stolperte ich bei Minute 9 über einen Verweis zu einer recht fragwürdigen Quelle. Zitat aus der Leseprobe (Seite 16.)

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Soulja Boy mit iPhone App

Soulja Boy mit iPhone App

16.07.09 Erste sinnvolle App vom Major?

von Thomas Wagenknecht  kommentieren

 

Der US-Rapper Soulja Boy verdankt einen Teil seiner Popularität ohnehin dem Internet. Sein Hit “Crank That” wäre vermutlich nicht so bekannt geworden, gäbe es nicht die YouTube-Videos mit den dazugehörigen Moves. Nachdem sich sein Konto deutlich erhöht haben sollte, bleibt Soulja Boy trotzdem ein kleiner Vorreiter im Netz. Zusammen mit dem Entwickler Moderati veröffentlichte der Rapper eine iPhone Applikation, die von vielen Stellen gelobt wird. Endlich verstärkt ein Major Label seine Präsenz bei den Programmen für den mobilen Alleskönner.

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1 Jahr für Uploader von Guns N’ Roses Album
 

Für den Upload des neuen Guns N’ Roses Albums “Chinese Democracy”, übrigens noch vor dem offiziellen Release, wurde der Blogger Kevin Cogill (KOH’gill) zu einem Jahr auf Bewährung und sozialen Diensten vor einem us-amerikanischen Gericht verurteilt.
Cogill muss zusätzlich zwei Monate Hausarrest absitzen (kein unübliches Mittel für die Justiz der USA) und seinen Rechner einer strengen Prüfung der Behörden unterziehen lassen. Er hatte sich Anfang des Jahres schuldig bekannt, durch den Upload von 9 Titeln des neuen Albums, Urheberrechtsverletzungen begangen zu haben. Ihm war das FBI auf die Schliche gekommen. Auch wenn Cogill beteuerte, die Band damit unterstützen und nicht schaden zu wollen, forderte der Staatsanwalt ursprünglich ein Jahr hinter Gittern.

In jedem Fall ein eher abschreckendes, wenn auch relative mildes Urteil. Richter Paul Abrams glaubt, dass der Beklagte seine Lektion gelernt habe. Die Musikindustrie hat genauso Schlüsse gezogen: Bevor “Chinese Democracy” überhaupt die Läden erreichen konnte, stellte das Label damals das gesamte Album zum Vorhören auf die MySpace Seiten von Guns N’ Roses.

Witzige Story am Rande: Weil es nach 1993 so langsam zu einem Running Gag wurde, dass Guns N’ Roses ihr neues Album bald herausbringen würden, versprach der Cola-Hersteller Dr Pepper 2008 jedem Amerikaner ein kostenloses Getränk, wenn es die Band noch in diesem Jahr schaffen sollte. Und tatsächlich kam “Chinese Democracy” im November in die Regale – Dr Pepper gab immerhin die Möglichkeit, sich online zu registrieren.

via Wikipedia, Billboard.biz