Band Marketing

Wie bekommt man mehr Gigs für seine Band?

28.05.09 Vernetzung online und offline

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myoon: Wie bekommt man mehr Gigs für seine Band?

Daniel Kohn hat auf music think tank einen erhellenden Artikel veröffentlicht wo er in sieben Schritten aufzeigt wie eine Band mehr Live Auftritte generieren kann.

Es gibt tausende wirklich gute Bands in Deutschland, doch nur eine Hand voll schafft es nach oben.
Eins ist klar: Den goldenen Weg gibt es nicht. Oftmals entscheiden Kleinigkeiten und Zufälle über den Aufstieg einer Band. Deshalb sollte man dem Glück auf die Sprünge helfen. Dafür ist es wichtig zu wissen wie die Branche funktioniert und ein paar Grundregeln einzuhalten. Wenn Ihr die beachtet, stehen die Chancen auf erste Erfolge sehr gut.

Hier ein paar Tipps wie man als Band Gigs bekommt:

Präsenz im Internet
Die meisten Kontakte zwischen Musikern und Veranstaltern werden heutzutage im Netz geknüpft. Deshalb sollte man in den verschiedensten Internetforen, mit einer eigenen Website oder in den vielen sozialen Netzwerken präsent sein. Dazu gehören natürlich auch Hörbeispiele, Videos und einige Stories über Euch. Nehmen wir uns mal ein Beispiel an dem Schweizer Jazz Drummer Dave Kobrehel von jazzdrummerworld.com. Plattformen wie Twitter, facebook, myspace und youtube sind keine Fremdwörter für ihn – sein Name ist in jedem Netzwerk vertreten und kann dort gefunden und seine Projekte betrachtet werden. Mit viel Freude kommuniziert er unter anderem auch fast täglich mit der myoon Redaktion. Selbst wenn Dave auf Reisen ist aktualisiert er seine Accounts von seinem iPhone aus.

Zum einen ist dies eine gute Möglichkeit mit seinem Netzwerk ständig in Kontakt zu bleiben. Zum Anderen fühlt sich sicherlich auch ein Fan geschmeichelt, wenn er Dein Profil in seiner Freundesliste hat und mit Dir kommunizieren kann.

Bring Deine Demo unters Volk
Egal wo Du gerade bist, ob City, Party oder Festival, Du solltest immer eine Demo dabei haben. Scheu Dich nicht, jeden potentiellen Interessenten anzusprechen. Denn einen anderen Weg gibt es nicht. Man muss die Leute zu ihrem Glück zwingen, denn wenn sie Dich nicht kennen, können sie Dich auch nicht buchen. Auch zu Gigs in Bars und Clubs gilt: lieber eine CD zu viel als eine zu wenig dabei haben, denn leider ist davon auszugehen, dass die meisten Clubs Bands mieten, um selber Profit rauszuschlagen und nicht um sie bekannt zu machen. Doch wer kann schon vorher sehen wer im Publikum sitzt?

Kennst Du schon…?
Geh zu anderen Auftritten, stell Dich Mitarbeitern und Bands vor, erkundige Dich über sie, sammle Sympathiepunkte; und wieder das A und O: gib ihnen eine Demo! Im besten Fall entstehen Kontakte und Ihr könnt Euch gegenseitig empfehlen oder Euch einfach nur einen kleinen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

Noch mehr Tipps gibt es bei musicthinktank

(Bild von bronko 2000)

Diskussion

4 Kommentare für “Wie bekommt man mehr Gigs für seine Band?”
  1. Und ich sage Euch es nützt! Ich habe schon unzählige Gigs dadurch erhalten. Präsenz zeigen ist wichtig. In unserem Zeitalter kann man dies unter anderem mit den unterschiedlichen Plattformen im Internet! Werde oft gefragt, woher man sich diese zeit nehmen soll? Eigentlich braucht man gar nicht viel. Wenn man unterwegs ist, kann man schnell mal auch Aktualisierungen machen. Backstage ist eh meistens Ruhe und da kann man das nutzen, dafür und für anderes ;-)! Und das Internet öffnet tatsächlich Türen … ;-)

    Von Dave | 28.05.09 16:33 Uhr
  2. Zitat: “denn leider ist davon auszugehen, dass die meisten Clubs Bands mieten, um selber Profit rauszuschlagen und nicht um sie bekannt zu machen.”

    Da muss ich widersprechen. Erstens werden Bands nicht gemietet, sondern gebucht und es wird nicht beachtet, dass Clubs auch ein finanzielles Risiko tragen. Clubs machen nur Profit, wenn sie den Laden richtig voll kriegen. Und wie kriegen sie den Club voll? Mit einem richtig guten und bereits bekannten Act, der die Massen zieht. Es ist ja nicht so, dass die Leute nur in einen Club gehen, weil sie da irgendeine Band bzw. einen Liveact bzw. einen DJ sehen wollen, sondern sie wollen jemanden Bestimmtes sehen, zu dem sie abgehen.

    Geht ein Veranstalter das Risiko ein, indem er einen unbekannten Newcomer bucht und es kommen zehn Leute, dann macht er Miese, weil er vielleicht 100 Euro Eintritt plus 100 Euro für die Getränke einnimmt. Von den 200 Euro muss er dann Gage, Reisekosten, Übernachtung, Miete, Betriebskosten, Service, Security, Reinigungspersonal, Flyerkosten und eventuell auch noch Gemagebühren abziehen. Und solche Minusgeschichten kann man sich vielleicht ein oder zwei mal gönnen, dann ist finanziell Schicht im Schacht. Daher setzen Clubs lieber auf bekannte Leute, bei denen solches Risiko eher gering ist, weil mehr Leute kommen und dementsprechend mehr Trinken. Ein Club macht nur Gewinn, wenn viel Getrunken wird.

    Hat ein Club trotzdem ein Faible für unbekannte Newcomer, dann ist er gut beraten, sie als warm up auftreten zu lassen. Erst dann entsteht ein win-win Situation (für den unbekannten Act und den Club) denn der Act spielt vor grösserem Publikum und der Club spielt seine Kosten wieder rein.

    Man sollte Clubs nicht als profitgeile Geldmaschinen betrachten. Gerade in der heutigen Zeit, wo es in Städten wie Leipzig unzählig viele Locations gibt, herrscht auch unter den Clubs ein Konkurrenzkampf (ähnlich wie bei den Musikern selbst)
    Ich kenne jedenfalls hier keine Veranstalter bzw. Clubs, die durch ihr Tun reich werden, sondern lediglich halbwegs davon Leben können. Gerade sie gehen oftmals ein Risiko ein indem sie auch Unbekannte Acts buchen.

    Clubs haben primär auch gar nicht die Aufgabe, Acts bekannt zu machen.

    Abschliessend will ich noch sagen, dass sich gute Musik über kurz oder lang immer Gehör verschafft und ich oftmals feststellen muss, dass einige Musiker bereits im Vermarkten besser sind als ihr musikalischer Output.

    (Kritik und verbale “Faustschläge” sind gern erwünscht:-)

    Von Clubmate Jörn | 28.05.09 23:00 Uhr
  3. Zitat: “Abschliessend will ich noch sagen, dass sich gute Musik über kurz oder lang immer Gehör verschafft und ich oftmals feststellen muss, dass einige Musiker bereits im Vermarkten besser sind als ihr musikalischer Output.”

    Da gebe ich dir vollkommen recht…. :-) !! Keine Frage das Handwerk muss stimmen und man muss auch was bieten können! Hier in der Schweiz sieht es oftmals anders aus, Musiker sind schlecht in der Vermarktung aber sehr gute Musiker. Warum ich so intensiv angefangen habe mit der Vermarktung, lag darin, dass ich nun mal raus kommen wollte. Hatte zwar schon immer genug Konzerte, bedingt durch die Kontakte welche man an der Musikhochschule gemacht hat usw.! Das ist auch viel Wert, aber Präsenz zeigen ist eben auch wichtig. Und wenn dann immer wieder das Telefon klingelt und die Leute wollen, dass du bei ihnen mitmachst oder aushilfst, dann ist das doch super. Gute Vorbereitung auf die Arbeit dann ist wichtig! Aber wenn man Berufsmusiker ist und auch davon leben möchte, ist dies hoffentlich auch Selbstverständlich… so hoffe ich!

    Von Dave | 29.05.09 06:39 Uhr
  4. @ Clubmate Jörn
    ich finde schon, dass die veranstalter und clubs aus profit bands spielen lassen, aus reinem idealismus wird die butter auf der stulle nun auch nicht mehr. natürlich werden bands gebucht, die ein volles haus versprechen.
    die frage ist, was sie sich leisten können und da sind die clubs hoffentlich auch berechnend.
    auf leipzig bezogen: es hätte sich wahrscheinlich niemand cocorosie leisten können, als das subventionierte centraltheater, gage zu hoch- trotz voraussichtlich brechend vollem haus. ein bisschen rechnen muss jeder. is klar, dass ich in einem 1000Mann saal, nicht meinen nachbarn spielen lasse, weil ich ihn gut leiden kann.
    vielleicht auch noch ein gegenbeispiel: die nato hier in Leipzig. ihr guter ruf als konzertraum eilt voraus, d.h. ich würde mir hier z.b. ein band ansehen, die mir vollkommen unbekannt ist, weil ich weiß das die nur qualität auf die bühne lassen. aber du hat recht, reich wird die nato davon auch nicht.

    Von cori | 29.05.09 09:26 Uhr

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