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tape.tv
02.07.08 Musikfernsehen im Internet
von Sabrina Kreyssig ⋅ kommentieren
Das Musikfernsehen im klassischen Sinne ist leider vor einer Weile von uns gegangen. Amerikaner mit "nice personalities" haben es mit schlechter Unterhaltung überflutet und fast alles davon gespült, was etwas mit Musik zu tun hatte.
In Amerika hat man längst auf diesen traurigen Fakt reagiert. In Form von Pitchfork.tv existiert dort seit einer Weile etwas, das alte Werte des Musikfernsehens wieder zu beleben versucht – Features, Interviews, Konzertmitschnitte…
Gegen sinnlose Reality-Shows und Unmengen von Grüßen der Sorte: "Welcher Mark liebt welche Sara S.?" hat sich nun auch tape.tv ausgesprochen. Das Unternehmen startet einen neuen Musiksender im Internet.
Leider muss man dort auf journalistische Inhalte verzichten. Das Schema wirkt wie eine Last.fm-Radiostation nur mit den dazugehörigen Bildern.
Das Motto: Lehn dich zurück und lass dich ohne Unterbrechung von rund 12000 aktuellen Musikvideos berieseln. Alles schön simpel gehalten und trotz Werbefinanzierung finden sich keine Banner und Co. auf der Seite.
Die Features: Videos favorisieren oder skipen, Artists suchen, Playlist erstellen, spezielle Genres oder Gemütslagen bevorzugen, an Freunde verschicken und natürlich den dazugehörigen Shop besuchen.
Was für tape.tv spricht ist Einfachheit und das Berieseln lassen. In der Hinsicht kommt es dem Musikfernsehen, auf jeden Fall, was den Konsum von Musikvideos angeht relativ nah. Für die Zukunft, und damit meine ich die des Musikfernsehens im Internet, würde ich mir trotzdem mehr musikbezogene Inhalte wünschen, denn Videos findet man auch in den einschlägigen Portalen dafür.
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