11.05.08 "Wir haben niemand in der Firma, der sich mit Technik auskennt"
von Chris ⋅ kommentieren
Habe grade einen interessanten Post zum Thema Kulturflatrate auf dem Bootsektor gefunden, der an mir vorübergegangen ist.
Es geht um ein Interview im Wired Magazine mit Doug Morris, dem CEO des großen Musikkonzerns Universal Music Group, in dem sich selbiger die Blöße gab.
Auf die Frage hin, warum der Konzern ein Geschäftsmodell wir iTunes nicht selbst in die Hand nimmt antwortet er:
“Wir haben niemand in der Firma, der sich mit Technik auskennt. Das wird von der Presse ständig verkannt. Es ist ungefähr so, also würde jemand von Ihnen verlangen, Ihrem Hund eine Niere heraus zu operieren. Was würden Sie tun?”
Da bleibt bei mir die Spucke weg.
Weiter stellte Mr. Morris einen hinkenden Vergeleich auf:
“Wenn Coca Cola einfach so aus deinem Wasserhahn sprudeln würde, wieviel würdest du dann noch für Coca Cola bezahlen wollen?”
Darauf schrieb Neal Masri aus Richmond, Virginia einen Leserbrief (Wired, Ausgabe März 08, Seite 30) und kontert:
“Tja, Mr. Morris, was meinen Sie, was aus meinem Wasserhahn kommt? Wasser. Aber warum melden dann Hersteller von Flaschenwasser stetige Rekordumsätze? Weil sie dem allgemein verfügbaren Produkt einen Mehrwert hinzufügen und so dem Konsumenten etwas anbieten, das dieser kaufen möchte”.
Ich denke das trifft das ganze auf den Kopf.
Zum Thema:
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