20.03.08 Ein Nachruf auf einen großartigen Visionär
von Jörn Goetze ⋅ kommentieren
"Mein Gedächtnis schwindet. Mein Gedächtnis lässt nach. Daran besteht kein Zweifel. Ich spüre es. Ich spüre es. Ich spüre es. Ich habe … Angst."
Diese Sätze stammen nicht von einem Menschen, nein der legendäre Bordcomputer HAL 9000 aus Stanley Kubricks 2001 - Odyssee im Weltraum sprach diese letzten existentiellen Worte vor seinem Filmtodt.
Am Dienstag starb Arthur C. Clarke, Erfinder dieses emotionsgeladenen Computers und Drehbuchautor des zukunftsweisenden Films.
In mehr als 200 Bücher und Kurzgeschichten lotete der studierte Mathematiker und Physiker das utopische Potenzial des Fortschritts und dessen Schreckensbilder gleichermaßen aus.
Bereits 1945 spekulierte er über die Möglichkeiten von Nachrichtensatelliten im Weltraum. Dafür wurde er damals in Wissenschaftskreisen belächelt. Heute gelten seine Ansätze als Grundstein für das Telekommunikationsnetz, ohne das unser Alltag nicht mehr zu denken ist.
Der durch eine Kinderlähmung an den Rollstuhl gefesselte Visionär hinterlässt mit seinem letzten Buch 3001 - Die letzte Odyssee aus dem Jahre 1997 ein Untergangsszenario, an dessen Entzauberung nun seine Jünger allein arbeiten müssen.
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